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Traumhafte Reisefotos - Tipps von Pixum

Mit diesen Fotografietipps von Pixum gelingen die Reiseschnappschüsse noch besser

Zu den Reisefoto-Tipps

So gelingen traumhafte Reisefotos

Auf Reisen findet man oft die schönsten Motive - egal, ob man nun beeindruckende Landschaften und Ausblicke fotografiert, Einblicke in fremde Kulturen und Bräuche festhält oder die Zeit auch einfach für Portraits seiner Mitreisenden nutzt. Anregungen dazu, wie Sie Ihre Reisefotos auf das nächste Level bringen, lesen Sie in den folgenden fünf Tipps.

5 Tipps für Ihre Reisefotos

Themenwelt Reise & Urlaub

Lassen Sie sich inspirieren und halten Sie Ihre Urlaubsfotos und Reiseerinnerungen für die Ewigkeit fest. Hier finden Sie kreative Ideen, Materialtipps und Tricks zu den Pixum Fotoprodukten.

1. Landschaften als Panorama festhalten

Jedes aktuelle Smartphone hat inzwischen eine Panorama-Funktion. Hier markiert man einfach einen Startpunkt und schwenkt das Handy dann so lange, bis der gewünschte Bildausschnitt erreicht ist. So lassen sich schnell und unkompliziert eindrucksvolle Rundumblicke festhalten.

Die Bildqualität ist hier jedoch nicht immer optimal, und manchmal kommt es zu sogenannten "Stitching-Fehlern" oder Geisterbildern: zum Beispiel, wenn sich Personen durchs Bild bewegen. Aber auch Fehler im Algorithmus können vorkommen. Ein wenig mehr Vorbereitung und Aufwand - dafür aber auch höherwertige und fehlerfreie Panorama-Aufnahmen - gewährleistet das Mitbringen der eigenen DSLR oder Digitalkamera und bestenfalls eines Stativs. (Ein Panorama-Stativkopf ist dabei für private Reisefotos definitiv kein Muss, für ambitionierte Hobbyfotografen, die sich viel mit Landschaftsfotografie beschäftigen, aber sicher "nice to have".) Ein weiterer Vorteil bei der DSLR: Im Nachhinein können Sie hier in den RAW-Dateien deutlich besser Anpassungen und Korrekturen vornehmen und so beispielsweise einen zu hellen Himmel nachträglich abdunkeln. Auf diesem Weg entsteht ein harmonischeres Gesamtbild ohne ausgebrannte Höhen oder "abgesoffenes" Tiefschwarz.

Wie funktioniert nun die Erstellung eines Panorama-Fotos? Zunächst einmal stellen Sie sicher, dass Sie das passende Objektiv befestigt haben, um im Hochformat die komplette Höhe des fertigen Bildes abzudecken. Meist empfehlen sich hier leichte bis starke Weitwinkel-Objektive zwischen 15 bis 30 Millimetern Brennweite (am Vollformat, Crop entsprechend angepasst). Am Stativ aktivieren Sie für beste Qualität außerdem den 2-Sekunden-Selbstauslöser: So werden Verwacklungen reduziert, die durch das Drücken des Auslösers entstehen können.

Themenwelt Natur & Landschaft

Veredeln Sie Ihre Natur- und Landschaftsaufnahmen mit den vielfältigen Fotoprodukten von Pixum. Erfahren Sie u.a., wie Sie Naturmotive perfekt in Szene setzen.

Nun beginnen Sie am linken oder rechten Ende des späteren Panoramas und nehmen das erste Foto auf. Das zweite und jedes weitere sollte sich etwa zu einem Viertel bis einem Drittel überschneiden. So kann sichergestellt werden, dass der jeweiligen Software zum Zusammenfügen ausreichend Bildmaterial zur Verfügung steht. Übrigens: Um die gleiche Belichtung und einen einheitlichen Weißabgleich über die komplette Serie zu garantieren, stellen Sie Ihre Kamera vorher in den manuellen Modus ("M" am Wahlrad) und fixieren alle Einstellungen wie Belichtung, ISO und Weißabgleich. Andernfalls kann es beispielsweise bei Panoramen zum Sonnenuntergang dazu kommen, dass bestimmte Teile des Bildes stark fehlbelichtet werden (v. a. in den Abschnitten mit direktem Sonnenlicht).

Haben Sie den kompletten Rundumblick auf Fotos festgehalten? Perfekt. Empfehlenswert ist an dieser Stelle, noch einmal alle Ergebnisse zu kontrollieren: Sitzt die Schärfe am richtigen Punkt? Sind alle Aufnahmen gleich belichtet? Gibt es genügend Überschneidungspunkte zwischen den jeweiligen Fotos? Wenn ja, findet der nächste Schritt erst wieder zuhause am PC oder natürlich unterwegs vom Laptop aus statt.

Dazu benötigen Sie nun eine Software zum "Zusammenstitchen" der einzelnen Fotos. Adobe Lightroom und natürlich auch Adobe Photoshop bieten diese Funktion bereits nativ an; wer nicht mit der Creative Suite arbeitet, kann auf Software wie z. B. Autopana Giga zurückgreifen, eine kostenlose Applikation für Mac, Windows und Linux. Hier werden nun alle zugehörigen Einzelfotos sozusagen in den Topf geworfen und die Software rendert daraus ein zusammenhängendes Panorama-Foto. Je schneller Ihr Prozessor und je größer der Arbeitsspeicher, desto besser - Renderjobs wie diese sind oft sehr rechenintensiv, gerade bei den ausgereiften Algorithmen aktueller Softwares. Ist das Panoramafoto fertig zusammengerechnet, können Sie weitere Anpassungen vornehmen: Zum Beispiel die Lichter etwas absenken, Kontraste erhöhen oder einen Farblook hinzufügen.

2. Unterwasserfotos aufnehmen

Eine tolle Gelegenheit, um das gewisse (fotografische) Etwas aus dem Urlaub mit nach Hause zu nehmen, sind Unterwasseraufnahmen. Bei Fotos unter Wasser ist es oft möglich, eine ganz surreale und besondere Atmosphäre einzufangen. Natürlich kann man nicht einfach so mit der eigenen DSLR oder Kompaktkamera ins Wasser springen und einmal abtauchen - Sie benötigen in den meisten Fällen ein sogenanntes Unterwassergehäuse.

Bei Kompaktkameras sind diese meist relativ bezahlbar und kompakt, bei DSLRs gilt es manchmal schon etwas tiefer in die Tasche zu greifen und mit der oft etwas sperrigen Ausführung zu leben. Eine Alternative sind dedizierte Unterwasser-Kameras, die recht erschwinglich, aber meist auch wirklich nur für den Einsatz unter Wasser gedacht sind, da die Bildqualität ansonsten zu wünschen übrig lässt.

Empfehlenswert bei der Verwendung einer DSLR ist ein Weitwinkelobjektiv um die 20-30mm (Vollformat-Äquivalent). So lässt sich die gesamte Szenerie optimal einfangen. Auch ein Aufhellblitz ist oft eine gute Idee.

Ist die Vorbereitung - wozu auch die Überprüfung von Batterie, Speicherkarte etc. zählt - abgeschlossen, kann es auf Tauchgang gehen. Behalten Sie im Hinterkopf, dass andere Lebewesen im Wasser zumeist deutlich gelenker und schneller sind als wir Menschen - daher sollten Sie, wenn es gerade etwas Spannendes zu sehen gibt, nicht allzu viel Zeit in Bildaufbau und Komposition investieren, sondern im Zweifelsfall einfach im Serienmodus einige Fotos aufnehmen. Im Anschluss können Sie in Ruhe schauen, welche Aufnahme das Motiv am besten getroffen hat.

In der Nachbearbeitung von Fotos, die Sie unter Wasser aufgenommen haben, gilt es, auf einige Besonderheiten Rücksicht zu nehmen, vor allem auf das Farbverhalten. Unter Wasser werden Fotos naturgemäß meist blaustichig und Rottöne verschwinden. Je weiter es in die Tiefe geht, desto mehr gehen auch Gelb- und Orangetöne verloren. Daher ist ein Angleichen des Weißabgleichs auf eine höhere Kelvin-Zahl (wärmere Farben / mehr Gelb) oft empfehlenswert.

3. Motive in den Goldenen Schnitt setzen

Ein "Fehler", den viele Anfänger in der Fotografie machen, hängt mit der Bildkomposition bzw. der Verteilung von Bildelementen im Gesamtbild zusammen. So wirkt es oft naheliegend, das zentrale Motiv, das festgehalten werden soll, auch in der Bildmitte zu platzieren. Das führt leider meist zu unspannenden, generischen Fotos, die eher an schnell gemachte Schnappschüsse erinnern als an schöne, womöglich auch grafisch ansprechende Urlaubserinnerungen.

Glücklicherweise ist es gar nicht so aufwendig, von diesem Schnappschuss-Stil wegzukommen. Das Stichwort ist der "Goldene Schnitt" - auch bekannt ist die Fibonacci-Spirale, die auf der berühmten Fibonacci-Folge (1 - 1 - 2 - 3 - 5 - 8 - 13 - 21...) beruht und der Formel für den Goldenen Schnitt recht nahekommt.

Allzu mathematisch muss diese Gestaltungshilfe aber gar nicht angewendet werden: In vielen Kameras wird zum Beispiel schon von Haus aus ein Drittelraster im Sucher oder bei der Liveview-Anzeige angeboten. Dieses Raster können Sie als Grundlage für Ihre Bildkomposition benutzen.

Ein ganz simpler Trick für einen interessanteren Bildaufbau liegt nämlich darin, Objekte aus der Bildmitte zu entfernen - sowohl horizontal als auch vertikal. Soll beispielsweise ein leeres Feld mit einem einzelnen, außergewöhnlich gewachsenen Baum fotografiert werden, könnten Sie den Baum auf dem rechten oberen Schnittpunkt der Rasterlinien platzieren. Oder bei Portraits Ihrer Mitreisenden: Positionieren Sie z. B. bei einem Hochformat-Foto das Gesicht nicht auf dem mittleren Fokuspunkt, sondern schwenken Sie die Kamera etwas nach unten, sodass oberhalb der Gesichts nicht allzu viel leere Fläche verbleibt.

Themenwelt Fotografie

Erfahren Sie in dieser Themenwelt mehr zur Fotografie und lernen Sie mehr über die einzelnen Fachbereiche der Fotografie sowie die Bearbeitung der Pixum Fotoprodukte.

Es gibt aber auch Umstände, unter denen der Goldene Schnitt gar nicht so empfehlenswert ist - zum Beispiel bei Fotos, die die Symmetrie eines Ortes herausstellen sollen. Das gilt besonders bei Architekturfotografie: Hier entstehen oft dadurch eindrucksvolle Effekte, dass Sie die Kamera perfekt gerade auf das Motiv richten und z. B. auch stürzende Linien vermeiden. Das klingt in der Theorie einfacher, als es in der Praxis ist - oft benötigt man dafür, wenn man es exakt haben möchte, teure Spezialobjektive. Aber die heutigen Bildbearbeitungssoftwares bieten auch bei der Budget-Variante, einfach mit dem regulären Objektiv oder der Kompaktkamera zu fotografieren, inzwischen sehr effektive und zuverlässige Lösungen für die Perspektivkorrektur.

Wer es genau wissen möchte: Der Goldene Schnitt ist erreicht, wenn sich das Kleinere zum Größeren verhält wie das Größere zum Ganzen. Das klingt erst einmal etwas unverständlich, wenn man sich in das Thema allerdings ein wenig einliest, findet man in der Natur zahlreiche Vorkommnisse, die in diesem Verhältnis angeordnet sind, und das Konzept ergibt mehr Sinn. Für den Alltagsgebrauch sollte man aber ohnehin nicht zu theoretisch an Bildkomposition herangehen - erlaubt ist, was gefällt! Und die "Drittel-Regel" ist hier eine einfach zu merkende und abzuschätzende Annäherung.

4. Personen perfekt in Szene setzen

Mit bezahlbaren Kameras, Smartphones, immer kleiner werdenden "Fotoapparaten" mit gleichzeitig besseren Sensoren und höherer Bildqualität sind Bilder ein Stück Alltag geworden. Das gilt im Urlaub genauso wie Zuhause - heutzutage werden unverhältnismäßig mehr Fotos geschossen als vor 20 oder gar 50 Jahren.

Gerade auch Portraits spielen da eine wichtige Rolle. "Selfies"? Mit den klobigen, schweren Großformatkameras vergangener Zeiten kaum denkbar - schon gar nicht unterwegs. Selbst "normale" Portraits von Freunden und Familie standen unter deutlich erschwerten Bedingungen. Inzwischen ist das alles kein Problem mehr: Schnell die DSLR oder das Handy gezückt und wenige Sekunden später ist das fertige Bild auf der Speicherkarte.

Damit einhergegangen ist aber auch, dass in jedes geschossene Foto immer weniger Zeit fließt, und die ist gerade bei Portraits ein wichtiger Faktor - wenn es nicht bei Schnappschüssen bleiben soll! Zum Glück gibt es einige einfache Anregungen und Tricks, wie Sie Ihre Mitreisenden für die schönsten Urlaubsportraits optimal in Szene setzen können.

Der wichtigste Tipp ist tatsächlich: Nehmen Sie sich Zeit. Natürlich, über den ganzen Urlaub verteilt regelmäßig halbstündige Pausen für aufwendige Portraitshootings einzulegen, ist wenig sinnvoll. Aber fünf Minuten sollten in den meisten Fällen ausreichen, um aus generischen Schnappschüssen schöne, interessante Portraits zu machen.

Zunächst ist die Wahl des Orts ein wichtiger Faktor. Nicht jede Location funktioniert darüber hinaus zu jeder Tageszeit oder unter allen Wetterbedingungen. Eine gute Wahl für tolle Lichtstimmungen in Ihren Urlaubsportraits ist meist die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang (Goldene Stunde), die alles in sanftes, warmes Licht taucht. Das gleiche gilt auch für die Zeit nach Sonnenaufgang - aber 6 Uhr morgens ist im Urlaub wohl kaum eine beliebte Shootingzeit.

Während hartes Sonnenlicht tagsüber eher schlecht für Portraits ist, so ist in dieser goldenen Abendstimmung durchaus auch direkte Sonneneinstrahlung ein schöner Effekt.

In Sachen Bildaufbau ist auch hier der Goldene Schnitt meist eine gute Wahl, mehr dazu lesen Sie in Tipp 3. Achten Sie beim Fotografieren von Personen außerdem darauf, nicht durch Ellenbogen, Hüfte oder Knie zu schneiden und nicht zu viel Platz über dem Kopf zu lassen - gleichzeitig aber auch nicht zu knapp zu schneiden.

Nicht zuletzt zählt natürlich gerade auf Urlaubsfotos vordergründig ein schöner Ausdruck und vielleicht ein eindrucksvoller Hintergrund - nicht die 100%ige technische Perfektion. Also nehmen Sie das Fotoshooting als einen Anlass, mit Ihren Mitreisenden Spaß zu haben und probieren Sie auch mal ungewöhnliche Perspektiven und Zuschnitte aus. Wie Sie Ihre Urlaubs-Modelle zudem besonders unbefangen ablichten können, verrät Ihnen dieser Artikel.

Wenn Sie üblicherweise mit einer Auswahl an verschiedenen Objektiven arbeiten, empfehlen sich für Portraits in der Natur oder in Städten meist Brennweiten zwischen 40 mm bis 90 mm Kleinbildäquivalent und große Blendenöffnungen. Bei Kompaktkameras ist es da oft sinnvoll, nicht auf der weitwinkligsten Einstellung zu fotografieren, sondern den (analogen) Zoom etwas Richtung Tele zu verschieben.

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5. Panoramafreiheit und rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Regularien für Urlaubsfotos zählen sicher nicht zu den populärsten Themen, aber auf bestimmte Vorgaben sollte man auch im Urlaub bzw. vor allem bei der Veröffentlichung der geschossenen Fotos achten. Sonst kann es im Nachgang der Reise zu bösen und teilweise teuren Überraschungen kommen. Zum Glück gibt es im deutschen Recht die sogenannte "Panoramafreiheit", die das auch für architektonische Bauten (Kirchen, öffentliche Gebäude etc.) geltende Urheberrecht etwas öffnet.

Panoramafreiheit heißt, dass Sie von öffentlichen Wegen aus urheberrechtlich geschützte Werke fotografieren und veröffentlichen dürfen, solange diese Werke sich "bleibend am Ort" befinden - Gebäude fallen also unter diese Klausel, ebenso wie die meisten Denkmäler und Statuen.

Leider gilt diese Panoramafreiheit nicht in allen Ländern, wie zum Beispiel in Italien oder Frankreich. Doch auch hier gibt es Entwarnung in vielen Fällen: So erlischt das Urheberrecht automatisch 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Die meisten stadtbildprägenden Gebäude, z. B. in historischen Altstädten etc., sind also eher unbedenklich. Darüber hinaus gilt das Territorialprinzip: Sie können also in Frankreich aufgenommene Bilder von geschützten Werken bedenkenlos in Deutschland veröffentlichen, da deutsches Recht angelegt wird. Seien Sie aber beispielsweise vorsichtig mit sozialen Netzwerken und anderen Portalen, von denen es beispielsweise eine französische oder italienische Version gibt. Theoretisch veröffentlichen Sie hier nämlich die Fotos auch für Franzosen oder Italiener.

Grundsätzlich gelten diese Regeln nur bei der Veröffentlichung - für den privaten Gebrauch dürfen Sie natürlich fotografieren und in gedruckter Form z. B. in Ihrer Wohnung aufhängen, was Sie möchten. Achten Sie hier jedoch trotzdem auf die Bestimmungen des jeweiligen Landes - militärische Gelände usw. zu fotografieren, kann mancherorts schwere Strafen nach sich ziehen.

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