Haben Sie eine Frage?

Die Antworten auf die häufigsten Kundenanfragen finden Sie in unserem Service-Bereich.

Kontaktieren Sie uns persönlich:

Unser freundlicher und kompetenter Kundenservice steht Ihnen gerne zur Seite.

Mo - Fr 08:00 - 22:00 Uhr
Sa - So 12:00 - 20:00 Uhr
mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage

Gerne sind wir auch per WhatsApp für Sie da. Speichern Sie dazu einfach die folgende Rufnummer in Ihren Kontakten ab:

Mo - Fr 08:00 - 17:00 Uhr
mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage

Menü
Tipps zur Bildbearbeitung

Entdecken Sie unsere 5 Profi-Tipps, mit denen Sie das Beste aus Ihren Bildern herausholen.

Zu den Tipps

Bildbearbeitung leicht gemacht - Tipps vom Profi

Max Niemann, der seit 2012 als Fotograf in Leipzig mit dem Schwerpunkt Portraitfotografie arbeitet, bringt Ihnen in unseren Expertentipps regelmäßig die technischen Aspekte der Fotografie näher.

5 Tipps zur professionellen Bildbearbeitung

Gerade in der Portraitfotografie stelle ich immer wieder fest, dass die Kamera unter bestimmten Umständen recht undankbar ist. So sieht man Menschen normalerweise zu 99% in Bewegung, wobei kleine Hautunreinheiten, Augenringe oder Asymmetrien des Gesichts gar nicht so ins Auge fallen - auf dem Foto stechen sie später dann manchmal als erstes großes Merkmal hervor.

Ich würde zunächst also darauf achten, dass man digitale Retusche und Photoshop als ein hilfreiches Werkzeug begreift statt als schändliches Manipulationstool. Erst dann gelingt auch die hochwertige digitale Postproduktion. Hier folgen also 5 Tipps zur professionellen Bildbearbeitung in der Reihenfolge, wie ich sie auch in meinem persönlichen Workflow anwende.

Mit der Pixum Fotoschau ganz leicht

Kein Bildbearbeitungsprogramm parat? Erhalten Sie 5 Tipps, wie Sie Ihre Fotos mit der Pixum Fotoschau ganz einfach bearbeiten können.

Vorab: Mut zur Bildbearbeitung

Kein Bild ist unbearbeitet - sei es eine aufwendige digitale Retusche mit Color Grading und stundenlanger Feinarbeit oder einfach nur ein spezifisches JPEG-Preset, das die Kamera im Automatikmodus verwendet.

Bearbeitung ist in den meisten Fällen auch gar nichts Schlimmes, sondern einfach nur eine Ästhetisierung dessen, was der Kamerasensor - nun mal technisch begrenzt - auffangen kann. Nicht immer ist der blutrote Sonnenuntergang schließlich auf dem Foto so eindrucksvoll, wie er es in echt war, oder ein Portrait so sinnlich und ästhetisch, wie es durch den Sucher gewirkt hat. Zeigen Sie also Mut und trauen Sie sich mit folgenden Tipps daran, Ihre Fotos im Nachgang noch besser in Szene zu setzen.

1. Die Bearbeitung mit Rohdateien beginnen

Alle DSLRs und inzwischen auch viele Kompaktkameras bieten die Möglichkeit, Bilder in RAW aufzunehmen. Dieses Rohdatenformat hat oft eine höhere Dateigröße als beispielsweise ein komprimiertes JPEG, enthält dafür aber auch weit mehr Bildinformationen. So können RAW-Files oft deutlich besser und rauschärmer aufgehellt oder abgedunkelt werden, sodass in Bereichen, die im JPEG bereits rein schwarz oder weiß wären, noch feinere Informationen vorliegen.

Einstellungen im Rohformat

Nehmen Sie also alle wesentlichen Einstellungen wie Belichtung, Kontraste, Tiefen/Lichter idealerweise in diesem Rohformat vor (*.NEF bei Nikon, *.CR2 bei Canon, *.DNG ?). Vergessen Sie dabei auch den Weißabgleich nicht; hier ist es oft eine gute Idee, einfach ein bisschen zu experimentieren, welcher Kelvin-Wert am besten wirkt. Die Weißabgleich-Automatik der Kamera (die selbst ich als Berufsfotograf eigentlich immer eingestellt habe) ist zwar oft relativ akkurat, manchmal lässt sich aber z.B. durch einen etwas wärmeren Look eine schönere Grundstimmung erzeugen.

2. Erst retuschieren, dann um den Bildlook kümmern

Viele Anfänger in der Bildbearbeitung machen den Fehler, dass sie zuerst "globale" Anpassungen vornehmen, also zum Beispiel Filter, Einstellungsebenen etc. über das Ausgangsbild legen und sich erst danach um selektive Anpassungen wie z.B. die Hautretusche kümmern.

Das ist, mal ganz pauschal gesagt, nicht empfehlenswert. Sorgen Sie zuerst für ein cleanes, neutrales Bild, das Sie im Anschluss dann global bearbeiten können. Oft führen Ex-post-Korrekturen nämlich dazu, dass Sie vorher getane Schritte nicht mehr sonderlich gut überarbeiten oder z.B. die Deckkraft einer vorher erstellten Ebene reduzieren können.

Kostenlose Online-Seminare

In unseren kostenlosen Online-Seminaren erfahren Sie, wie Sie Ihre Pixum Fotoprodukte optimal gestalten können. Für Anfänger und Fortgeschrittene.

3. So viel wie nötig und so wenig wie möglich retuschieren

Dieser Tipp gilt natürlich hauptsächlich für Portraits, aber auch in der Landschafts- oder Architekturfotografie kann man sich schnell in Feinarbeiten verzetteln. Retuschieren Sie dezent - und haben Sie dabei auch immer die finale Darstellungsgröße Ihres Bildes im Hinterkopf. Solange Sie ihre Fotos nicht im Billboard-Format in Postergröße drucken möchten, sondern zum Beispiel nur als 40x60cm-Wandbild, müssen Retuschearbeiten auch nicht in der 300%-Ansicht vorgenommen werden.

Hautretusche

Sehen Sie auch von zu starken Glättungen oder Weichzeichnern ab; kleine Hautunreinheiten wie Pickel oder Rasurbrand können natürlich entfernt werden, auch Augenringe sehen auf Fotos oft schlimmer aus als in der Realität. Aber eine wirklich hochwertige, professionelle Hautretusche dauert erst einmal immens lange, wenn sie nicht nach glattgebügelter Barbiepuppe aussehen soll, und ist auch in den meisten Fällen für den Privatgebrauch gar nicht notwendig.

Auswahl statt Über(be)arbeitung

Behalten Sie die Zeit im Auge - ich persönlich finde den Look eines Bildes und natürlich auch das Bild selbst (hier spielt wiederum die effektive und dann natürlich auch effiziente Bildauswahl eine zentrale Rolle) wichtiger als die Frage, ob nun jede minimale Unpässlichkeit fein säuberlich ausgeglichen wurde.

4. Mit Kontrasten und selektiver Helligkeit arbeiten

Je nach Lichtstimmung und Motiv sind Fotos "ooc", also direkt aus der Kamera ("out of cam"), oft entweder zu blass-grau oder zu kontrastreich (Letzteres v.a. beispielsweise bei direktem Sonnenlicht). In Photoshop oder anderen Bildbearbeitungstools können Sie dem entgegenwirken - im Gegensatz zur RAW-Bearbeitung auch selektiv, d.h. für bestimmte Bereiche des Bildes.

Gegenlicht

Gerade bei Fotos im Gegenlicht entsteht oftmals das Problem, dass einzelne Teile des Bildes komplett über- und andere stark unterbelichtet sind. Erstellen Sie hier zum Beispiel zwei Gradationskurven oder Tonwertkorrekturen und stellen Sie jeweils den Tiefen- oder Lichterbereich ein. (In der Tonwertkorrektur beispielsweise ist auch der Gamma-Regler oft eine gute Wahl.) Anschließend erstellen Sie eine Maske und füllen den jeweils auszuschließenden Bereich mit dem Pinsel- oder Verlaufswerkzeug auf.

Portraitfotos

Auch bei Portraitfotos ist die selektive Nachbearbeitung oft der globalen überlegen. Maskieren Sie einfach mal in Gruppenportraits oder Portraits mit Hintergrund das Gesicht/die Haut heraus und wenden Sie nur auf diesen Bereich eine Tonwertkorrektur an, bei der Sie den Kontrast nach oben ziehen. Der Effekt ist nachher meist recht subtil, wertet das Bild aber dennoch ordentlich auf.

5. Mit Gradationskurven oder der Farbbalance Looks erzeugen

Den letzten Schritt einer Bildbearbeitung bilden für mich immer die Farben und die Zusammenstellung eines eigenständigen Looks für das jeweilige Bild. Hier gibt es natürlich tausend verschiedene Wege, die nach "Rom" führen. Meine Favoriten sind die Einstellungen Farbbalance oder Gradationskurve, die so oder so ähnlich in verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen zu finden sind.

Gradationskurve & Farbbalance

Mit der Gradationskurve lassen sich gezielt einzelne Farbkanäle bearbeiten, und das in beliebigen Helligkeitsregionen. Wenn Sie beispielsweise im Rotkanal den Regler nach unten ziehen, wird das gesamte Bild blaustichig usw. Diese Technik können Sie einsetzen, wenn Sie ganz konkrete Helligkeitsbereiche farblich und in ihrer Helligkeit modellieren möchten.

Die Farbbalance ist da insgesamt etwas "grobschlächtiger" und für meinen Geschmack aber eine ebenso nützliche Variante. Hier lassen sich für drei verschiedene Helligkeitskategorien (Lichter, Mitten, Tiefen) die Farbkanäle verschieben. Ich persönlich mag zum Beispiel Bildlooks mit zusätzlichem Blaustich in den dunklen Bildbereichen - drehe also hier gerne den Blauregler in den Tiefen nach oben.

Ausprobieren!

Konkrete Handlungsimperative gibt es hier natürlich nicht - probieren Sie einfach ein bisschen mit den Reglern herum und schauen Sie, was Ihnen gefällt. So gehe ich auch nach einigen Jahren professioneller Fotografie noch mit vielen Bildern um, nicht immer steht der finale Farblook schon beim Schießen der Fotos.

Wichtig ist nur, dass Sie die Bilder nicht mit einem "So, jetzt bin ich zufrieden!" abspeichern und direkt losschicken; nach ein paar Stunden Bearbeitungsfieber kann sich nämlich schnell ein Eindruck einbrennen, der sich später nicht unbedingt bestätigt. Oft ist es hilfreich, nach ein paar Stunden oder am nächsten Tag nochmal einen Blick auf die Bearbeitung zu werfen und gegebenenfalls die Stärke der Farbmanipulation etwas zurückzunehmen oder anzupassen.

Weitere Inspirationen gibt's auch hier

Pixum Ideen

Die perfekten Anlässe und die kreativsten DIY-Projekte finden Sie in unserem Ideen-Bereich.

Pixum Tipps

In den Pixum Tipps zu den Fotobüchern, Fotokalendern und Wandbildern erhalten Sie wertvolle Ratschläge zur Fotowelt Software und zu allgemeinen Gestaltungsbelangen.

Pixum Kundenbeispiele

Entdecken Sie in unseren Galerien die Fotobücher, Fotokalender und Wandbilder anderer Kunden.

Das Buch zum Pixum Fotobuch

Das Buch zum Pixum Fotobuch gibt Ihnen Einblicke in die Nutzung der Pixum Fotowelt Software und weitere Gestaltungshinweise.